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Ursula Kraft

Freundschaft ist blau - oder?

Bilderbuch, 48 Seiten,
durchgängig farbig illustriert
20 x 21cm
Hardcover/Fadenbindung
11,70 EUR
ISBN 978-3-936156-04-1
ab 4 Jahren
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Der kleine Pinguin fühlt sich einsam an seinem Strand. Alle um ihn herum sind schwarzweiß und möchten nichts mit ihm zu tun haben, denn er ist blau...
So macht er sich auf den Weg und findet tatsächlich einen Freund, der die gleiche Farbe hat wie er. Freundschaft ist eben blau c oder?
Auch der kleine Pinguin lernt erst ganz allmählich, dass es im großen weiten Meer viele verschiedene Wesen gibt. Freundschaft ist bunt, und Vielfarbigkeit bereichert das Miteinander.
In unserer momentanen Situation, in der Ausgrenzung an der Tagesordnung ist, macht das Bilderbuch diesen wichtigen Gedanken sichtbar. Das Abschlussbild mit einem Ausschneidebogen zum Selbstgestalten und ein Lied runden die Geschichte ab.

Hörbuch: CD, Geschichte mit 12 Liedern (Hörproben)

Theaterspielbuch und
Arbeitsmappe
für den Einsatz in Grund- und Förderschulen



Ausführliche Leseproben mit Bildern als PDF-Datei (696kB): Download

Ausgewählt für die Empfehlungsliste der 
"Kinder- und Jugendbücher zu Krieg und Frieden"
- Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. "Sehr empfehlenswert." - GEW (AJuM)

Kurze Leseprobe aus dem Buch
"Freundschaft ist blau - oder?"


Eines Nachmittags, als der Pinguin gerade mit zwei Luftblasen von der Wasseroberfläche zurückkam, wedelten die anderen aufgeregt mit ihren Flossen.
"Schau mal da hinüber!", flüsterte ihm der kleine Grüne zu. "Zwei Fremde! Sie sind am ganzen Körper gelb!"
Der Pinguin war ratlos. "Diese beiden sehen wirklich völlig anders aus als wir. Was sollen wir denn jetzt machen?"
"Ich ärgere mich", zischte der lange Grüne. "Wir hatten es so gemütlich - und jetzt das!"
Die anderen drei gaben ihm Recht.
"Aus ist es mit unserer Ruhe!", murmelte der kleine grüne Fisch.
Er und der kleine Blaue waren inzwischen so gute Freunde geworden, dass der Pinguin fast schon ein bisschen eifersüchtig war.

Die Blauen und die Grünen versteckten sich in ihrer Höhle.
"Blau und grün passt recht gut zusammen. Das sieht man ja an uns", meinte der Pinguin, "aber gelb ist eben etwas ganz anderes!"
Draußen standen die Gelben wie zwei Ungeheuer und dachten nicht daran zu verschwinden.
Die Aufregung der Freunde legte sich allmählich, aber sie wussten nicht recht, wie es weitergehen sollte.
Plötzlich begann die schöne Wasserpflanze, sich sanft hin und her zu wiegen.
Da erinnerten sich die vier an den Abend, an dem die beiden Grünen als Fremde draußen vor der Höhle gestanden waren.
Angst hatten sie damals voreinander gehabt! Und nun waren sie die besten Freunde.
Die Wasserpflanze faltete ihre Blütenblätter auseinander und wartete.
"Ich glaube, sie will, dass wir kommen und Luftkugeln abholen", sagte der Pinguin. Und damit hatte er Recht.
Beim ersten Mal hatte ihnen die Wasserblume geholfen. Diesmal mussten sie allein das Richtige tun.
Mutig schwammen sie zur Pflanze hin und rüttelten sanft an ihrem Stängel.
Schon blubberten durchsichtige, glänzende Luftblasen aus der Blüte hervor und schwebten schillernd durch das Wasser.
Die Gelben näherten sich ein wenig. Der eine sah aus wie ein Aal, der andere wie eine Wasserschildkröte. Die beiden spürten, dass sie nun doch willkommen waren.

Nun waren sie zu sechst in dem Unterwassergarten und verbrachten dort glückliche Tage.
Wenn der Pinguin Luft holen musste, begleiteten ihn die anderen fünf zur Wasseroberfläche. Nachts schlief er auf seiner Insel.
Er war nun nicht mehr eifersüchtig.
"Manche passen einfach besonders gut zusammen", dachte er.
Er selbst hatte ja auch seinen allerbesten Freund gefunden - die gelbe Wasserschildkröte.
Anfangs war sie scheu gewesen und hatte sich oft in ihren Panzer zurückgezogen. Aber eines Tages erkannte sie, dass man zur Freundschaft auch ein wenig Mut braucht. Jetzt war sie überall mit dabei.
Der "Aal" war überhaupt kein Aal, sondern eine Wasserschlange, die sogar ein bisschen giftig war. Das merkten die anderen aber erst, als sie schon mit ihr befreundet waren - und vor einem Freund braucht man ja keine Angst zu haben.

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